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Artikel Süddeutsche Zeitung 5. / 6. 8. 2017           Ausstellung im SchauRaum  München


SZ

25.September 2015

Ausstellung Zwei Welten


Sie studierten beide Architektur, Benelisa Franco an der Universität Sao Paulo und Rosina Zimmermann in München. Und beide fanden ihren Weg zur Kunst. "Mein Ausgangspunkt war die Zeichnung. Grundsprache des Architekten und sein Werkzeug", erinnert sich Benelisa Franco an die Anfänge ihrer künstlerischen Auseinandersetzung mit Papier, Karton, später dann mit Plastik und Alufolie oder Farbe auf Leinwand. Während ihr Werk um die Frage kreist, welchen Platz der Mensch in der Welt einnimmt, eröffnet Rosina Zimmermann in ihren Arbeiten Lebensräume und Perspektiven, die sich in Begegnungen, in Erlebtem oder im Zusammentreffen von Mensch und Natur auftun, beispielhaft die schwebenden Gefäße, die aus Fundstücken entstanden sind (siehe Bild). "Zwei Welten außerhalb des Rahmens" ist der Titel des Projekts der beiden Frauen, das sie für den Ausstellungsraum des Bürgerhauses Unterföhring, Münchner Straße 65, realisiert haben. Bis zum 7. November, Montag bis Freitag, 8 bis 20 Uhr, und samstags, 10 bis 14 Uhr, ist diese Ausstellung, die insofern in unsere Zeit passt, als sie das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen und Menschen unterschiedlicher Herkunft auf künstlerische Weise dokumentiert, noch zu sehen.


Süddeutsche Zeitung

30.November 2016

Licht und Schatten

 

 

Gelungene Ausstellung im Haus 10 beschäftigt sich mit Dualismen

 Von Florian J. Haamann, Fürstenfeldbruck

 Als einen Weg von der Dunkelheit ins Licht haben die beiden Künstlerinnen Benelisa Franco und Rosina Zimmermann ihre Ausstellung im Haus 10 konzipiert. Die beiden Begriffe stehen stellvertretend für zahlreiche Dualismen: Freiheit und Gefangenschaft, Leben und Tod, Hoffnung und Verzweiflung, männlich und weiblich. Der Titel "Zwei Welten" repräsentiert aber auch die beiden Kulturen, aus denen die Künstlerinnen kommen: Zimmermann ist Deutsche, Franco gebürtige Brasilianerin. Es steckt also weit mehr in der Ausstellung, als die Motive auf den ersten Blick verraten. Eineinhalb Jahre haben die beiden Künstlerinnen an dem Konzept fürs Haus 10 gearbeitet - eine Vorbereitung, die sich absolut auszahlt.

 Die Dunkelheit nimmt den Besucher direkt am Eingang in Empfang. Ein großformatiges Gemälde mit einem blutrot gefärbten Gebäude ist da zu sehen, Reste des blauen Himmels verschwinden hinter einer schwarzen Wolke. Ein aufgeklebtes Foto zeigt eine flüchtende Mutter mit ihren beiden Kindern an der Hand. Auf dem zweiten Bild steht eine Gruppe von Frauen mit Kopftüchern, Militärwesten und Gewehren vor einer brennenden Skyline. Diese bedrückende Atmosphäre wird verstärkt durch eine schwarze Skulptur, die von der Decke hängt. In verschiedenen Variationen - Dunkelheit, Energie, Wasser und Licht - ist sie in der Ausstellung immer wieder zu finden, sie ist das verbindende Element.

 Sie besteht aus Bambusstangen und anderen Materialien, die die Künstlerinnen in der Natur gefunden haben. Mit ihrer Gefäßform wirken die Skulpturen jeweils als Verstärker, als Sammelbecken all dessen, was die Künstlerinnen gerade zeigen wollen. "Energie" und "Wasser", jeweils in rot und blau, brechen langsam die Hoffnungslosigkeit der Dunkelheit auf. Umgeben sind die beiden Skulpturen von Naturszenen, in kräftigen Grün- und Pastelltönen.

 Bevor der Besucher ins Licht kommt, geht es noch durch einen Raum, der mit "Hommage an die Weiblichkeit" betitelt ist. Im Zentrum stehen zwei weitere Skulpturen, die "Kämpferin des Friedens" und die "Kämpferin der Freiheit". Die Kämpferin des Friedens ist in ein rotes Kleid gehüllt, in einer Tasche ihrer Militärweste steckt eine weiße Rose. Sie erinnert die Frauen, die zuerst in Kobane und dann in ganz Syrien gegen den IS gekämpft haben. Die Kämpferin der Freiheit ist eine stilisierte Geflüchtete, die in zerrissenem weißen Kleid und mit orangener Rettungsweste auf einer blauen Folie steht. Auf einer Wand hinter ihr stehen Länder, aus denen Menschen flüchten, mit Bändern sind dort kleine Reagenzgläser befestigt, in denen sich Blut, Sand, Meerwasser und anderes befindet.

 Dann endlich kommt der Besucher im letzten Raum des Haus 10 im Licht an. Von der Decke hängt die entsprechende Skulptur, die Bilder an den Wänden zeigen Mädchen in weißen Kleidern und mit roten Rosen und weiße Landschaften.

 Diese Ausstellung widmet sich also nicht nur metaphysischem Dualismus, sondern beschäftigt sich vor allem mit ganz konkreten und aktuellen politischen Fragen.


Münchner Merkur, Fürstenfelbruck

02.12.2016

Artikel "Widersprüche des täglichen Lebens in Kunst-form" von Ulrike Osman

 

"Rasten kann das Auge auf den wie hingehaucht wirkenden Naturbildern von Benelisa Franco. Hier erscheint der mensch als Fremdkörper,der die Schönheit zwar wahrnimmt, sich aber nicht einfügen kann."

 


Süddeutsche Zeitung, Dachau

14.07.2014

Artikel: „Natur, Mensch, Lebensraum"

 

„Reine Poesie zwischen den Bäumen...Benelisa Francos und Rosina Zimmermanns „Schwebende Gefäße" aus Fundstücken aus der Natur. Sie sind transparent gewirkt und öffnen sich nach oben, um Luft und Himmel einzufangen. Rot steht für die Energie, Blau für das Wasser und Weiß für das Licht. Alles ist miteinander verknüpft: Natur, Mensch, Lebensraum." (Bärbel Schäfer zur Ausstellung "Seh am See" in Karlsfeld)



und, das Münchner Kunstjournal, Heft 39

Juli/Aug./Sept. 2009

Artikel: „Das Botanikum in Moosach. Eine Kunstoase bat zum Besuch."

 

„Die Brasilianerin Benelisa Franco interessiert der Mensch in seinem sozialen und politischen Umfeld. Ihre Bilder in starken Farben zeigen Menschen in ihrer Gebärden- sprache aber ohne Gesicht." (Johanna Kerschner)


Kataloge

4 Gesichter Brasiliens- Siemens, Ulm 1999

 „Mit schlichter Eleganz werden die Figuren durch ihre Umrisse definiert. Das Individuum wird aus dem Umfeld hervorgehoben. Der Einzelne, sein Innenleben und seine Gefühle bekommen dadurch Bedeutung." (Laís Kraus de Camargo)

 

Hände schaffen Heimat - Caritas Akademie der Nationen, München 2005  

 

3ème Biennale des Arts Brésiliens de Bruxelles Catalogue 2011 - Service de la Culture de Saint-Gilles, Ambassade du Brésil, Ministère de Relations Exterieurs, Ed. responsable Inêz Oludé da Silva, Brüssel 2011


Künstlerportrait

Künstlerportrait, Galerie Zwischenraum für Kunst&Migration,

Heinrich Böll Stiftung,

Berlin 2012